ÜBER UNS

Was uns bewegt

» Jede Erziehung ist im Grunde genommen Selbsterziehung «

Rudolf Steiner

Jede Erziehung sei im Grunde genommen Selbsterziehung, schrieb Rudolf Steiner. Kinder lernen von Vorbildern. Täglich erfahren wir in unserer Arbeit: In Zeiten unüberschaubarer Handlungsoptionen brauchen Kinder mehr denn je integre Erwachsene, die ihnen die Möglichkeit, einen eigenen Weg zu gehen, authentisch vorleben. Wir meinen, das schließt Bewusstsein für die individuellen Potenziale ebenso ein wie Wertschätzung der eigenen Fehler und Unzulänglichkeiten. Vorbilder müssen nicht perfekt sein, sondern lebendig und anschlussfähig.

Wie stärken wir die Kräfte der Selbsterziehung, der Entdeckerfreude, des Künstlers im Erwachsenen? Nicht ein feststehendes Konzept, sondern Aufmerksamkeit für die lebendigen Prozesse des alltäglichen Lebens und Lernens bildet die Grundlage des Lehrberufs in der Waldorfpädagogik. In unseren Augen gehört dazu die Kenntnis der Gesetzmäßigkeiten der menschlichen Entwicklung ebenso wie die Fähigkeit, Gelerntes im Lichte der Gegenwart immer wieder neu lesen und befragen zu können.

Mit Fragen zu leben verstehen wir als einen produktiven, schöpferischen Prozess, der im Dialog mit den Kindern inspirierende Blüten treiben kann. Künstlerische Arbeit ist in diesem Zusammenspiel eine wertvolle Quelle, mit den eigenen schöpferischen Ressourcen immer wieder neu in Kontakt zu kommen.

Leitungsteam

Elisabeth Voß

arbeitet seit 1980 an der Freien Waldorfschule Köln als Klassen- und Förderlehrerin und seit 17 Jahren als Dozentin am berufsbegleitenden Lehrerseminar für Waldorfpädagogik in Köln.

„Nicht der Blick auf den 'perfekten Lehrer' als Ziel, sondern auf den Lehrer als Fragenden und Werdenden sind mir im Laufe meiner Tätigkeit in Schule und Seminar immer wichtiger geworden. In dieser Haltung können wir den wachen, sensiblen Kindern von heute ein authentisches Vorbild sein. Diese Blickrichtung, gepaart mit liebevollem Interesse für die Kinder und Begeisterung für die Fachgebiete, stärkt den Mut, diese verantwortungsvolle Aufgabe anzugehen.“

Katrin Sauerland

Kunsttherapeutin und Notfallkunsttherapeutin; seit 5 Jahren im Leitungsteam des Lehrerseminars, Schulkunsttherapie an der FWS Bonn, Dozentin in der Erwachsenenbildung (Plastizieren, Kinderbilder, Notfallkunsttherapie), Nothilfe durch Kunst in Krisengebieten.

„Kunst macht Entwicklung möglich – Im Lehrerseminar möchte ich die SeminaristInnen anstiften, in der künstlerischen Arbeit spielerisch, intuitiv, entspannt und experimentell zu sein. So schaffen wir neue Handlungsspielräume. Die Begeisterung für den eigenen Entwicklungsweg lässt uns wahrnehmen, dass auch jeder/jede SchülerIn individuell erkannt werden will. Mir ist es wichtig immer wieder anzuerkennen, dass wir auf dem Weg sind.“

Regina Thorne

Zwischen gesellschaftlichen Anforderungen, den Kräften der Natur und dem was das Kind aus der Vergangenheit mitbringt, entwickelt sich seine Individualität. Wie kann ich ihm die größtmögliche Freiheit und Hilfe geben, Phantasiekräfte zu entwickeln schöpferisch zu werden und seine Zukunftsaufgabe zu finden und zu gestalten?

Die Malerei kann Übungsfeld der Sinnesschulung sein, sie bietet die Möglichkeit der seelischen Entfaltung und des vorstellungsfreien mutigen Herantastens an ein Thema. Die Kunst kann somit zur Brücke zwischen mir und der Welt werden.Sie hilft uns Fragender und Suchender zu bleiben.

Stammdozenten

› Gudrun Haller

Therapeutin in eigener Praxis für Eurythmietherapie in Bornheim, Lehrbeauftragte an der Alanus Hochschule in Alfter, Kurse und Seminare in Eurythmie, Coaching und Kommunikation in der Erwachsenenbildung.

„Die Arbeit des Lehrerseminars bedeutet mir sehr viel, weil ich es wichtig finde, dass Erwachsenenlernen nur aus einer inneren Verantwortung und Begeisterung heraus fruchtbar sein kann. Diese Selbstverantwortung zu unterstützen, soziale Kompetenzen zu schulen und sinnvolle Zusammenhänge des menschlichen Daseins in Natur und Kosmos erlebbar zu machen, ist mir ein inneres Anliegen.“

Norma Koletzko

Dipl. Sprachgestalterin und Schauspielerin; Studium an der Alanus-Hochschule; Zusatzqualifikationen in Sprech- und Theaterpädagogik; leitet freiberuflich Kurse rund um Theaterspiel, Improvisation und Sprache; ehrenamtlich tätig im Hospizdienst, auf der Suche nach dem, „was die Welt im Innersten zusammenhält“

„Im Lehrerseminar ist es mir wichtig, die Freude am lebendigen künstlerischem Gestalten von Literatur, kleinen Sprüchen und Gedichten zu wecken und ein gutes Handwerkzeug mit auf den Weg zu geben, damit angehende Lehrer Freude, Tatkraft und Begeisterung für die Sprache und letztlich die Literatur in ihren SchülerInnen entzünden. Lebendig gestaltete Sprache ist Seelennahrung für unsere Kinder. Angehende Fachlehrer können von einem reichen Übungsschatz für die Entwicklung und Ausdruckskraft ihrer eigenen (Stimm)-Präsenz profitieren.“

Udo Seehausen

Freier Musiker, Musikpädagoge, Komponist und Dirigent. In Bonn und Umgebung leitet er mehrere Ensembles, in denen Menschen mit Behinderung zusammen musizieren. Neben seiner Tätigkeit als selbständiger Instrumentallehrer sowie als Dozent in der Lehrer- und Erzieherausbildung ist er Musiker, Komponist und Arrangeur für verschiedene Theaterproduktionen.

„Umgang mit Musik muss Freude bereiten, sowohl dem Musik ausübenden als auch dem hörenden Menschen, unabhängig von Kenntnissen und Fertigkeiten und egal, ob es sich um alte oder neue, klassische oder populäre Musik handelt. Das möchte ich gerne Jung und Alt vermitteln und anregen weiter zu vermitteln.“

› Hartmut Werner

Waldorflehrer im Ruhestand; weiterhin tätig in der Mentorenschulung und der Qualitätsentwicklung des Bundes der Waldorfschulen sowie in der Waldorflehrer-Ausbildung in Russland.

„Immer aufs Neue zu versuchen, die anthroposophischen Grundlagen der Waldorfpädagogik zu erschließen, sodass die Menschenkunde Rudolf Steiners nicht Theorie bleibt, sondern für die Unterrichtspraxis fruchtbar werden kann.“

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